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Google for Jobs – 3 Fragen an MHM HR

Google for Jobs? Warum man dieses Thema als Recruiter nicht aus den Augen verlieren darf. Welche Maßnahmen sind jetzt wichtig?

3 Fragen von Daniela Furkel, Chefreporterin Personalmagazin und Antworten von Steffen Michel, Geschäftsführer MHM HR.

 

1. Ist Google for Jobs weiterhin ein Thema für die rekrutierenden Unternehmen? Worauf sollten Personaler achten, damit ihre Stellenanzeigen von Google for Jobs gut aufgefunden werden?

Kandidaten beginnen ihre Jobsuche ohnehin meist auf Google. Aber jetzt sparen sie sich viele Einzelsuchen. Google for Jobs verkürzt damit die Bewerber-Journey. Auch für Unternehmen bringt der Job-Crawler Vorteile. Denn Google spielt Anzeigen genau auf die Zielgruppe abgestimmt aus. Dadurch haben sie einen geringeren Streuverlust. Außerdem bietet Google Analytics-Funktionen, um nachzuvollziehen, wie Bewerber mit der Stellenanzeige interagiert haben.

Unternehmen haben verschiedene Möglichkeiten, wie sie ihre Anzeigen auf Google for Jobs bringen. Sie können Vakanzen etwa auf einer Stellenbörse veröffentlichen, die mit dem Suchdienst zusammenarbeitet. Oder sie optimieren ihre eigenen Karriere-Seiten. Dafür müssen sie ihre Stellenangebote auf der Unternehmens-Homepage als strukturierte Daten zur Verfügung stellen. Das funktioniert über ein spezielles Markup im Quellcode. Google gibt exakt vor, wie dies auszusehen hat. Eine detaillierte Anleitung findet sich auf jobs.google.com. Einige Angaben, wie der Jobtitel und die Aufgabenbeschreibung, sind Pflicht. Andere, wie das Gehalt, optional.

Google for Jobs crawlt ausschließlich Text. Lediglich das Unternehmens-Logo wird in den Ergebnissen angezeigt. Für HR-Manager bedeutet das, dass sie die Art und Weise, wie sie ihre Stellenanzeigen texten und gestalten, neu überdenken müssen. Es reicht nicht mehr aus, die Unternehmensmarke über Bilder zu transportieren. Stattdessen rücken Inhalte in den Vordergrund. Und diese wollen wohl überlegt sein. Da die Anzeigen bei Google for Jobs alle schnörkellos im gleichen Format dargestellt werden, kann der Bewerber sie besser vergleichen. Floskeln und Standardsätze fallen jetzt negativ auf. Unternehmen müssen an ihrem Employer Branding arbeiten und sich individueller darstellen. Mit einem einfallslosen ,Wir sind – Sie sind‘ gewinnen sie heute keinen Blumentopf mehr. Das gilt generell – nicht nur für Google for Jobs. Eine gute Stellenanzeige sollte individuell aufbereitet sein, den Bewerber ansprechen und die Benefits des Unternehmens klar rüberbringen. Dabei ist es ratsam, branchenweit etablierte Begriffe zu nutzen, die auch den Bewerben geläufig sind, statt firmeninterner Vokabeln.

 

2. Sorgt Ihre Software dafür, dass Stellenanzeigen als strukturierte Datensätze umgewandelt und somit von Google for Jobs berücksichtigt werden? Wie funktioniert das? Erfolgt das automatisiert?

MHM eRECRUITING mit Multiposting-Funktion ist für Google for Jobs optimiert. Die Anzeige wird automatisch so gestaltet, dass strukturierte Daten implementiert sind und Google for Jobs sie gut durchsuchen kann. Zudem ermöglicht unsere Software es, diese Stellenanzeige einmal anzulegen und dann per Mausklick auf vielen verschiedenen Jobportalen und der eigenen Karriereseite auszuspielen. HR-Manager müssen sich also selbst nicht mit dem Quellcode auseinandersetzen.

 

3. Welche weiteren Maßnahmen empfehlen Sie, um die Reichweite von Stellenanzeigen zu erhöhen? Ist eine SEO-Optimierung von Stellenanzeigen oder das zusätzliche Schalten von Google-Anzeigen sinnvoll?

Mobile-First-Denken und das Bedienen der ganzen Online-Klaviatur erhöht die Bewerbermasse. Ein Anzeigentext nimmt suchmaschinenoptimiert (SEO) besser den Weg zur Zielgruppe, was ideal mit Suchmaschinenwerbung (SEA), beispielsweise über Google Ads, flankiert wird. Darum lassen sich mit MHM eRECRUITING direkt SEO-Keywords und -Beschreibungstexte pro Stelle vergeben.

Als Erstkontakt zur Zielgruppe drängen sich Netzwerke wie Xing, LinkedIn, Instagram, Facebook & Co auf. Ungewöhnliche Vakanzen bringen YouTube, eBay Kleinanzeigen oder TikTok ins Spiel.

Sie sehen schon: Stellenbörsen werden durch Google for Jobs nicht obsolet. Auf den ersten Blick mag es zwar für Unternehmen verlockend erscheinen, ganz auf Anzeigen bei Jobportalen zu verzichten, um Geld zu sparen. Schließlich wird das Stellenangebot ja ohnehin bei Google for Jobs angezeigt – sofern es entsprechend optimiert ist. HR-Manager vergeben dadurch aber die Chance, auf möglichst vielen, zielgruppengerechten Kanälen präsent zu sein. Zudem arbeiten nicht alle Stellenportale mit Google for Jobs zusammen.

Beim Algorithmus selbst und den Ranking-Faktoren lässt sich Google nicht in die Karten schauen. Es ist davon auszugehen, dass sich für Google for Jobs eine eigene Form von SEO entwickeln wird. Zudem wird sich der Dienst kontinuierlich weiterentwickeln. Der Crawler ist zwar kostenlos – aber Google lässt sich sicher kein Geschäft entgehen. Wie bei seinen anderen Diensten wird der Suchmaschinen-Gigant auch hier eine Möglichkeit der Monetarisierung finden. Denkbar sind verschiedene Modelle, etwa eine Verknüpfung mit Google Ads oder kostenpflichtige Tools, um Anzeigen zu optimieren. Wie das genau aussehen wird, ist bisher aber jedoch reine Spekulation.

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