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Clubhouse – Versuch macht klug

Clubhouse – Versuch macht klug Clubhouse – Versuch macht klug

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich Anfang des Jahres die News zum sozialen Netzwerk Clubhouse. Nach dem erfolgreichen Einzug der Videoplattform TikTok trifft sich die geneigte Social-Media-Gemeinde nun also zu rein audiobasierten Gesprächsrunden zu jedem erdenklichen Thema – so versprach es zumindest der Hype um die Plattform.

Auch die HR-Branche beteiligt sich rege am munteren Treiben. Ein gutes Zeichen, denn das Engagement widerlegt das vermeintlich etwas angestaubte Image der Personalabteilungen. Natürlich gab es von Anfang an Aspekte bei der Nutzung, die – insbesondere im HR-Bereich – etwas bedenklich erschienen. Allem voran der fragwürdige Umgang mit dem Thema Datenschutz. Doch dieser Mangel gilt beispielsweise auch für WhatsApp. Auch hier flammen regelmäßig Datenschutzdiskussionen auf – was der Popularität des Instant-Messaging-Dienstes jedoch weder im privaten Bereich noch im Business-Umfeld bisher einen ernstzunehmenden Abbruch tut. Ein nicht zu vernachlässigender Punkt hinsichtlich einer möglichen geschäftlichen Nutzung von Clubhouse ist allerdings, dass auch aktuell noch nur ein eingeschränkter Personenkreis (Apple-Nutzer, invite-only) Zugang zur Plauderplattform hat.

Es gibt noch Entwicklungsbedarf

Nun nach mehreren Wochen flaut der Hype merklich ab – und Twitter Spaces steht schon in den Startlöchern, um die Rolle des „Next Big Thing“ zu übernehmen. Vielleicht wird Clubhouse gerade seine Vielfalt zum Verhängnis, der die aktuell verfügbare AI-Technologie noch nicht Herr werden kann. Themenvorschläge erreichen Nutzer ohne sichtbare Logik, die Frequenz von Benachrichtigungen ist zu hoch und „nervt“ nach einiger Zeit und es lässt sich auch keine Sprachauswahl treffen – Beiträge auf Spanisch oder Französisch bringen einen eben nicht weiter, wenn man diese Sprachen nicht spricht. Auch die Ergebnisse der jüngst von Alexander Petsch, CEO des HRM Institute, durchgeführten LinkedIn-Umfrage decken sich mit diesem Eindruck:

HR & Clubhouse: Ist der Hype um Clubhouse schon vorbei?
(Quelle: https://www.linkedin.com/in/messe/)

Doch trotz Kritikpunkten und weiterem Entwicklungsbedarf hat die Plattform eine Daseinsberechtigung und es lohnt sich, damit zu experimentieren. Denkbar ist zum Beispiel, dass Clubhouse das Employer Branding unterstützen kann – nämlich sichtbar zu werden in einer bestimmten Zielgruppe. Die Plattform kann helfen, mit der Zielgruppe in Kontakt, vor allem: in einen Austausch zu kommen. Sie kann dem fachlichen Austausch innerhalb der Branchen dienen. Und natürlich kann sie Inspirationen und Ideen liefern, die sich auch jenseits ihres Nutzerkreises umsetzen lassen.

Potenzial von „Hypes“ ausloten und nutzen

An Clubhouse zeigt sich exemplarisch das Potenzial, das neuen Kanälen innewohnt. Das schöpft sich nicht von selbst aus. Unternehmen müssen mehr denn je am Ball bleiben und dürfen die neuesten Hypes und Entwicklungen nicht passiv an sich vorbeiziehen lassen. Im Idealfall finden sie einen kreativen Umgang damit und ziehen etwas Positives für sich heraus. Nicht alles wird funktionieren, aber wie sagt man so schön – Versuch macht klug.



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