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4 Tipps fürs Recruiting von Young Professionals



Ein Gastbeitrag von Absolventa

Young Professionals, also die Generation Y (Jahrgänge 1980 bis 1994) und Z (1995 bis 2010), erobern einen immer größeren Teil des Arbeitsmarktes. Ungefähr 40 Prozent der Arbeitnehmer gehören heutzutage zur Generation Y oder Z – Tendenz natürlich steigend. Kombiniert mit dem steigenden Fachkräftemangel und einer Entwicklung hin zum Kandidatenmarkt, müssen sich Unternehmen einiges einfallen lassen, um diese neuen Talente zu rekrutieren und zu binden. In allererster Linie müssen Arbeitgeber aber verstehen, was Young Professionals von ihrem Berufsleben erwarten, welche Wünsche sie äußern und welchen Herausforderungen sie begegnen. Als Jobplattform für Young Professionals ist Absolventa Expertin für die Zielgruppe und gibt Ihnen 4 Tipps für effektives Zielgruppen-Recruiting an die Hand.

1. Seien Sie dort, wo die Zielgruppe ist.

Um Ihre Zielgruppe effektiv ansprechen zu können, müssen Sie wissen, wo diese nach Jobs sucht. Während die ältere Generation hin und wieder noch in Zeitungen nach Stellenausschreibungen schaut, sucht der Großteil der jetzigen Berufseinsteiger online. Deswegen sollten Sie sich beim Recruiting auf folgende Kanäle konzentrieren:

Jobplattformen

Jobbörsen sind bei der Gen Y und Z das Medium Nr. 1 für die Jobsuche. An diesem Kanal führt für Unternehmen also kein Weg vorbei. Dabei stellt sich die Frage, ob Sie lieber auf Generalisten oder eher auf zielgruppenspezifische Jobplattformen setzen. Die generalistischen Plattformen mögen vielleicht eine größere Reichweite haben, aber bedenken Sie, dass dort der Streuverlust auch größer ist. In zielgruppenspezifischen Jobbörsen wie Absolventa sprechen Sie exakt Ihre Zielgruppe an – das führt in der Regel auch zu qualitativ hochwertigeren Bewerbern.

Suchmaschinen

Auch Suchmaschinen spielen eine große Rolle bei der Jobsuche der jungen Generation. Denn sie suchen eben nicht nur über Jobbörsen, sondern tippen den gesuchten Beruf ganz pragmatisch in eine Suchmaschine ein – das sind sie schließlich aus ihrem Alltag gewöhnt. Damit Ihre Stellenanzeigen dort ranken, müssen sie allerdings gezielt für Suchmaschinen geschrieben werden, also z. B. vollständige Informationen und relevante Keywords enthalten. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Stellenanzeigen beispielsweise für Google for Jobs optimiert sind.

Unternehmenswebsite

Trotz Jobplattformen und Suchmaschinen verliert die eigene Unternehmenswebsite nicht an Bedeutung. Spätestens wenn die Bewerber Informationen über die Stellenanzeige hinaus haben möchten, werden sie diese auf der Website des Unternehmens suchen. Um die Berufseinsteiger so gezielt wie möglich anzusprechen, ist es ratsam, für verschiedene Einstiegsprogramme jeweils eine separate Rubrik auf der Karrierewebsite anzulegen. Sprechen Sie zukünftige Praktikanten anders an als Young Professionals – und dieser wieder anders als Auszubildende.

Business-Netzwerke & soziale Medien

Business-Netzwerke sind bei der Gen Y beliebter als bei der Gen Z, werden aber trotzdem von beiden genutzt. Ein Unternehmensprofil sollten Sie dort also unbedingt haben – schon allein, damit Sie als Personaler und die Mitarbeiter sich mit Ihrem Unternehmen vernetzen können. Gesichter zu den potenziellen Kollegen zu sehen, schafft immer gleich etwas mehr Vertrauen. 

Um besonders die Generation Z zu erreichen, könnten Sie ebenso über Kampagnen auf sozialen Medien wie Instagram, TikTok oder Snapchat nachdenken.

Messen & Karrieretage

Messen sind ein beliebter Weg, einen ersten persönlichen Kontakt zu Unternehmen herzustellen. Die Hemmschwelle bei der ersten Bewerbung ist für diese Zielgruppe oft groß, der persönliche Kontakt auf einer Ausbildungsmesse bricht das Eis. Auch Karrieretage sind, besonders in großen Konzernen, ein geeignetes Mittel, um die potenziellen Kandidaten besser kennenzulernen und ihnen umgekehrt das Unternehmen aus erster Hand vorzustellen.

Talent Pool & Active Sourcing

Warten Sie nicht, dass die Bewerbungen zu Ihnen kommen – sprechen Sie die jungen Talente lieber selbst an! Sich einen unternehmenseigenen Talent Pool anzulegen, ist ein guter Weg, um Kandidaten, die zuvor schon einmal im Recruiting-Prozess waren, erneut anzusprechen. Sie werden sich wundern, wie viele Arbeitnehmer zwar nicht aktiv auf Jobsuche, aber dennoch wechselwillig sind. Ebenso führt Absolventa eine Lebenslaufdatenbank mit tausenden Talenten, die Sie ganz gezielt für offene Positionen ansprechen können.

2. Kommunizieren Sie transparent.

Die Top 3 Ansprüche der Gen Z an einen Job? Offene und ehrliche Kommunikation, ein gutes Gehalt und die Bereitschaft für neue Ideen und Konzepte (Quelle: Zenjob). Transparenz bezieht sich dabei auf alle Schritte im Bewerbungsgespräch. Sorgen Sie dafür, dass die Bewerber sich ausreichend über Ihr Unternehmen informieren können. Viele Bewerber möchten sich mit den Werten des Arbeitgebers selbst identifizieren können, kommunizieren Sie diese also transparent. Gewähren Sie auf Ihrer Karriereseite authentische Einblicke ins Unternehmen, lassen Sie am besten sogar Mitarbeiter zu Wort kommen. Checken Sie außerdem regelmäßig Ihre Rezensionen auf Bewertungsportalen und reagieren Sie darauf – besonders auf negative Kommentare. 

In der Stellenanzeige sollten Sie klar kommunizieren, welche Anforderungen ein Must-have und welche lediglich wünschenswert sind – viele Berufseinsteiger nehmen die Anforderungen an eine Stelle als sehr hoch wahr und bewerben sich nicht, das verhindern sie mit klaren Ansagen. Auch die Gehaltsangaben sind ein wichtiges Kriterium bei der Jobsuche. Versuchen Sie die Bewerber deshalb so schnell wie möglich darüber aufzuklären. Auch nach Eingang der Bewerbung spielt Transparenz eine große Rolle. Gestalten Sie den kompletten Bewerbungsprozess vorhersehbar und geben Sie regelmäßig Rückmeldung. Eine einfache Eingangsbestätigung der Bewerbung reicht für den Anfang. Zieht sich der Bewerbungsprozess länger hin, klären Sie die Kandidaten immer bestmöglich darüber auf, wo sie stehen und welche Schritte als Nächstes folgen. 

3. Bieten Sie Unterstützung an.

Ein Großteil der heutigen Berufseinsteiger möchte selbstbestimmt arbeiten – aber viele müssen sich selbst eingestehen, dass sie damit anfangs noch überfordert sind. Deshalb empfehlen wir, Young Professionals so viel Unterstützung wie möglich anzubieten, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen. 

Individuelle Einstiegsprogramme

Ein softer Einstieg ins Berufsleben wird zum Beispiel durch Praktika und Trainee-Stellen ermöglicht. Aber auch vor dem eigentlichen Berufseinstieg können Sie schon eine Verbindung zur Zielgruppe herstellen: Bieten Sie Abschlussarbeiten im Unternehmen oder Werkstudentenstellen an. Dadurch lernen die Studierenden das Unternehmen bereits vor ihrem Abschluss kennen und möchten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch für ihre erste Festanstellung bei Ihnen bleiben.

Mentoring, Buddy-Programme und Feedback

Ebenso wünscht sich die Gen Z vermehrt Mentoring-Programme für ihren Berufseinstieg. Die Einführung eines Buddy-Systems ist eine gute Möglichkeit, jedem Berufseinsteiger einen Kollegen als persönlichen Ansprechpartner zur Seite zu stellen. Außerdem sollten von Anfang an regelmäßige Feedback-Gespräche stattfinden. Nur so können Sie als Arbeitgeber die Sorgen und Nöte, aber eben auch die Fortschritte der neuen Mitarbeiter, nachvollziehen. Eine positive Fehlerkultur trägt besonders zum schnellen Lernerfolg der Berufseinsteiger bei.

People Management

Auch die Führungskräfte des Unternehmens müssen sich der unterschiedlichen Generationen ihrer Mitarbeiter bewusst sein – Stichwort People Management. Besonders die Gen Z möchte sich mit den Werten des Unternehmens identifizieren können. Demnach ist sind Grundwerte wie Empathie, die Förderung von Stärken, Motivation und Verständnis bei der Mitarbeiterführung ein wichtiger Faktor zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit. Ein häufiger Kündigungsgrund ist hingegen die fehlende Empathie bei Führungskräften. Autoritäre Führung akzeptieren nur noch wenige junge Mitarbeiter. Stattdessen sollten Sie diese lieber motivieren, eigenständig zu denken und sich zu engagieren. Im Zuge des New Leaderships müssen Führungskräfte eher Mentor als Chef sein. Gespräche müssen auf Augenhöhe geführt und Verantwortung an Mitarbeiter übertragen werden. Im Gegensatz zur Gen Y braucht die Gen Z übrigens nicht unbedingt flache Hierarchien, solange die Führungskräfte transparent kommunizieren und fair agieren.

4. Schaffen Sie Freiräume.

Der Wunsch nach Freiräumen und Mitbestimmung bezieht sich nicht nur auf die Arbeitsinhalte der Young Professionals, sondern ebenso auf die Rahmenbedingungen des Jobs. Viele Unternehmen haben während der Corona-Pandemie auf die Arbeit aus dem Home Office umgestellt. Genau diese Art der Flexibilität schätzen und verlangen Young Professionals. Vier von zehn Personen der Gen Z würden einen Job ohne die Möglichkeit auf Home Office nicht annehmen (Quelle: CHRIS, Social Recruiting Trends 2020). Auch flexible Arbeitszeiten sind sehr beliebt. 

Flexible Arbeitsmodelle

Wenn es um die Work-Life-Balance geht, unterscheiden sich die Generationen unter 40 allerdings. Während die Gen Y zum Work Life Blending tendiert, also gerne von überall aus arbeiten möchte und auch kein Problem damit hat, den Arbeitslaptop mit in den Urlaub zu nehmen, zieht die Gen Z ganz klar Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben. Mit der Möglichkeit zu Remote Work und flexiblen Arbeitszeitmodellen ermöglichen Sie als Arbeitgeber die beste Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für beide Generationen. 

Offenes Arbeitsplatzdesign

Mit Flexibilität einhergehend ist auch das Arbeitsplatzdesign wichtig. Schaffen Sie möglichst eine Umgebung, in der verschiedene Aufgabentypen auch verschieden bearbeitet werden können. Dabei sollten ruhige Rückzugsorte wie Office Booths oder Telefonräume genauso existieren wie großflächige Kreativräume für die interaktive Arbeit. Der allgemeine Trend geht weg von Einzelbüros und festen Arbeitsplätzen und hin zu offenen Modellen wie Shared Desks und Flexi-Plätzen.

Vielfältige Teams

Darüber hinaus sollten Unternehmen auf Vielfalt am Arbeitsplatz setzen. Fast drei Viertel der Jobsuchenden legen Wert auf Diversität und Inklusion im Unternehmen (Quelle: Diversity Studie, Page Group, 2017). Diesem Wunsch sollten Arbeitgeber unbedingt nachgehen: Mit erfolgreichem Diversity Management verbessern Unternehmen ihr Image und die Mitarbeiterzufriedenheit, aber ebenso die Innovationskraft und letztendlich auch die Produktivität Ihrer Teams. Setzen Sie also auf Vielfalt im Unternehmen und kommunizieren Sie das auch nach außen.

Über Absolventa

Absolventa gehört zu den Spezial-Jobbörsen von FUNKE Works und spricht Berufseinsteigende mit Studium an. Neben Recruiting-Produkten vertreiben wir eine Reihe von Employer-Branding-Lösungen für Unternehmen. Zu unseren Kund_innen zählen sowohl junge Start-ups als auch etablierte DAX-Konzerne.

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