Die wichtigsten Kennzahlen für erfolgreiches Recruiting

Die wichtigsten Kennzahlen und KPIs für erfolgreiches Recruiting

Wie Sie den Erfolg Ihrer Personalbeschaffung mit KPIs im Recruiting messen

Auch Personaler:innen können sich in Zeiten des Fachkräftemangels nicht länger nur auf ihr Bauchgefühl verlassen. Vielmehr müssen sie ihre Recruiting-Prozesse genau unter die Lupe nehmen. Welche Recruiting-Kennzahlen HR-Abteilungen entscheidende Hinweise liefern erfahren Sie hier.

6 Recruiting-KPIs, die Recruiter:innen im Blick haben sollten

Kennzahlen im Recruiting: Warum KPIs unverzichtbar sind

Im Online-Marketing und E-Commerce sind sie längst gang und gäbe: Leistungskennzahlen oder Key Performance Indicators (KPIs), die den Erfolg von verschiedenen Maßnahmen messen. Aber welche Recruiting-Kennzahlen liefern HR-lern entscheidende Hinweise für einen effizienten Bewerbungsprozess?

Ein schlanker Bewerbungsprozess sowie ein optimal eingesetztes Budget sind für ein erfolgreiches Recruiting unerlässlich. Doch meist können HR-Abteilungen nur schwer nachvollziehen, welche Maßnahmen letztlich zum Erfolg geführt haben oder wo es noch „hakt“ im Bewerbungsprozess. Höchste Zeit also, sich Know-how aus den Bereichen Online-Marketing und eCommerce anzueignen – denn hier ist die Erhebung, Analyse und Auswertung von Leistungskennzahlen schon längst elementarer Bestandteil. Die gute Nachricht: Moderne Bewerbermanagement-Systeme sind bereits in der Lage, eine Reihe von Recruiting-Kennzahlen zu erheben.

1. Time-to-Hire

Time-to-Hire zeigt die Zeitspanne zwischen Stellenausschreibung und Vertragsunterzeichnung an – eine der zentralen Kennzahlen im Recruiting.
Hier gilt: je kürzer desto besser – denn dauert das Bewerbungsverfahren zu lange, hat der Interessent vielleicht bereits bei der Konkurrenz angeheuert.

Verantwortliche sollten herausfinden, an welchen Stellen sich der Prozess verzögert. Unterlagen, die unnötig lange per Hauspost unterwegs sind, kosten wertvolle Zeit. Abhilfe schafft ein digitales Bewerbermanagement-System, über das alle Beteiligten einfachen Zugriff auf Dokumente haben.
 

2. Erfolgsrate von Jobportalen

Diese Kennzahl der Personalbeschaffung misst, wie viele Bewerbende über einen bestimmten Kanal kamen – und schlussendlich auch eingestellt wurden. So lassen sich für künftige Ausschreibungen die Jobbörsen auswählen, die für ähnliche Stellen am besten funktioniert haben.
Recruiter:innen sollten dabei auch Nischenportale im Blick behalten: Diese liefern zwar oft weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Bewerbungen – ein wichtiger Aspekt im Kennzahlen-Bewerbermanagement.
 

3. Cost-per-Hire – was kostet der Recruiting-Prozess?

Die Cost-per-Hire beschreibt die Gesamtkosten für die Besetzung einer Stelle und ist eine der wichtigsten HR-Kennzahlen überhaupt. Sind diese zu hoch, belasten sie das Recruiting-Budget unnötig. Verantwortliche sollten gezielt Ausschreibungsportale, Stellenbeschreibungen und interne Prozesse evaluieren – und auf Basis dieser HR-Kennzahlen-Analyse optimieren.

4. Anzahl der Bewerbungen pro Stelle

Wie viele Bewerbungen kommen pro Stelle – und wie viele Bewerbungen pro Woche sind realistisch? Diese Kennzahl im Bewerbungsprozess misst die Gesamtzahl der eingegangenen Bewerbungen pro Stellenausschreibung. Eine niedrige Zahl muss nicht per se schlecht sein – schließlich kommt es auf die Qualität an. Trotzdem kann sie ein Hinweis auf eine unkonkrete Stellenbeschreibung oder unpassende Jobbörsen sein.
 

5. Drop-Out-Rate

Die Drop-Out-Rate misst das Verhältnis von Klicks auf den Bewerbungsbutton zu tatsächlich abgeschlossenen Bewerbungen – eine aussagekräftige Kennzahl im Personalmarketing. Bewerben sich nur wenige der Interessenten tatsächlich, lohnt sich eine genaue Ursachenanalyse.
 

6. Churn-Rate

Die Churn-Rate zeigt die Abbruchquote von Bewerber:innen innerhalb des Bewerbungsprozesses – aufgeschlüsselt nach Kanal oder sogar pro einzelnem Schritt. Diese HR-KPI erlaubt besonders detaillierte Schlussfolgerungen: Wo liegen die Hürden? Mögliche Ursachen sind ein unübersichtliches Bewerbungsformular oder Größenbeschränkungen beim Dokumenten-Upload.

Fazit: : HR-Kennzahlen ganzheitlich analysieren

HR-Mitarbeiter:innen müssen darauf achten, dass sämtliche HR-Kennzahlen im Bezug zueinander stehen. Einzelne Recruiting-KPIs zeichnen nicht das ganze Bild: Die Anzahl eingegangener Bewerbungen sagt zum Beispiel nichts über ihre Qualität aus – oder ob am Ende eine Stelle erfolgreich besetzt wurde.

Wer Kennzahlen im Recruiting ganzheitlich betrachtet, HR-KPIs analysiert und kontinuierlich optimiert, schafft die Grundlage für eine nachhaltig erfolgreiche Personalbeschaffung.

Moderne Bewerbermanagement-Systeme wie MHMeRECRUITING helfen dabei, alle relevanten KPIs für die Personalbeschaffung automatisch zu erfassen – und so den Recruitingprozess datenbasiert zu steuern.